Strangguss ist ein Halbzeug aus Metall, das durch kontinuierlichen Kokillenguss in einer Kokille entsteht und als Voll- oder Hohlprofil weiterverarbeitet wird.
Erzeugnisformen: Voll- und Hohlgussstücke
Strangguss liefert symmetrisch und unsymmetrisch gestaltete Voll- und Hohlgussstücke. Je nach Abzugsrichtung der Anlage unterscheidet man senkrechten und waagerechten Strangguss.[1]
Werkstoffe
Strangguss wird für Stahl, Aluminium und Kupfer eingesetzt.[2]
Halbzeug und Weiterverarbeitung
Als Halbzeug bildet Strangguss die Vorstufe zum Fertigerzeugnis; für Stahl legt DIN EN 10079 die Begriffe für diese Erzeugnisstufe fest.[3] Aus dem Halbzeug entstehen durch Walzen oder Schmieden Bleche, Stäbe, Rohre und Profile.
Abgrenzung zum Sandguss
Strangguss entsteht in der Kokille, einer wiederverwendbaren Dauerform aus Graphit oder metallischem Werkstoff.[4] Sandguss dagegen braucht für jedes Gussstück eine eigene Form, siehe Abschnitt „Siehe auch“.
Siehe auch
- Stranggießen – das Gießverfahren, mit dem Strangguss hergestellt wird.
- Formsand – Formstoff für Sandguss, im Gegensatz zur Dauerform beim Strangguss.
Quellen
- Herbert H. Netzel: Induktionsofenhandbuch. 3. Auflage, Eigenverlag IES, Witten 2003, S. 189, Stichwort „Strangguss“.
- MAGMA Gießereitechnologie GmbH: Strangguss. Lösungsseite, abgerufen am 27.08.2026.
- DIN EN 10079:2007-06, Begriffsbestimmungen für Stahlerzeugnisse.
- Herbert H. Netzel: Induktionsofenhandbuch. 3. Auflage, Eigenverlag IES, Witten 2003, S. 112, Stichwort „Kokillen“.