Gießereikoks wird speziell für den Einsatz im Kupolofen hergestellt, die Stückgröße ist größer als 80 mm. Beim Spezial Gießereikoks hat man eine Stückgröße über 100 mm.
Lexikon
Gießmassen
Gießmassen sind meist auf der Basis Al2 O3 oder Mg O hergestellt. Je nach Anwendung werden ca. 5-11 % Wasser zugesetzt. Das Verdichten erfolgt über Rüttelflaschen, die mit einem Durchmesser von ca. 15 bis 60 mm im Handel erhältlich sind. Je geringer der Wassergehalt beim Verarbeiten ist, desto dichter wird die Masse. Das Trocknen der Massen muss sehr sorgfältig und langsam erfolgen. Sinnvoll sind Temperaturanstiege von 30°C/h und bei 500 °C eine Haltezeit von 30 Minuten, die dann bei einem weiteren Anstieg von 50°C/h jeweils bei 100 K eingelegt wird. Das Aufheizen muss bis mindestens 1.000 °C erfolgen und dann mit einer Haltezeit von zwei Stunden abgeschlossen werden. Hochleistungsbrenner mit Sauerstoffunterstützung erreichen Temperaturen von ca. 1.200°C. Hier ist dann eine Haltezeit von einer Stunde ausreichend.
Gießtrommel
Eine Gießtrommel ist eine Trommelpfanne, die eine feuerfeste Auskleidung und wegen der geringeren Abstrahlungsmöglichkeit, als bei einer normalen Gießpfanne, auch geringere Temperaturverluste hat.
Gütezeichen
Gütezeichen kennzeichnen bestimmte Erzeugnisse. Das bekannteste Gütezeichen für Gießereien mit Kugelgraphit ist das „4G“.
Gussputzen
Gussputzen wird das Trennen der Rohgussstücke von den Anschnitten und Speisern, das Entfernen von Gussgraten und Formstoffresten sowie das Säubern und Reinigen der Gussstücke durch Strahlungsmittelbehandlung genannt.
Gusswerkstoffe
Gusswerkstoffe die in Tiegelöfen effizient geschmolzen werden können, sind nachstehend ohne Wertung genannt:
Grauguß, Stahl, Kupfer, Messing, Aluminium, Zink, Magnesium, Gold, Platin, Zinn und Bronzen, Nickel und Silber.
Halbzeug
Halbzeug sind metallische Erzeugnisse in Form gepresster bzw. gezogener Stangen, Drähte, Rohre und Profile oder gewalzter Bleche und Bänder.
Härten
Härten ist die Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe zum Zweck der Härtesteigerung.
Hartguß
Hartguß nennt man eine Eisen-Kohlenstofflegierung mit niedrigem Graphitierungsfaktor, damit Weißerstarrung eintritt
Hartguss bezeichnet eine spezielle Gusseisenart mit hohem Kohlenstoffgehalt, die sich durch eine besonders hohe Härte und Abriebfestigkeit auszeichnet.
Eigenschaften und Herstellung von Hartguss
Hartguss ist ein verschleißbeständiges Gusseisen, das typischerweise einen Kohlenstoffanteil von etwa 2,6 bis 3,6 Prozent enthält. Durch schnelles Abkühlen entstehen insbesondere hohe Mengen an Eisenkarbiden im Metallgefüge, die Hartguss seine charakteristische Härte verleihen. Aufgrund seiner Härte lässt sich Hartguss nach dem Gießen nur schwer bearbeiten. Die harte Randschicht entsteht durch Abschrecken der Schmelze an metallischen Kokillen oder Schreckplatten, im Kern sorgen Sandformen und Sandkerne für eine langsamere Abkühlung.
Anwendungen von Hartguss in der Industrie
Aufgrund seiner hervorragenden abrasiven Beständigkeit kommt Hartguss speziell dort zum Einsatz, wo Bauteile starken Beanspruchungen durch Reibung und Verschleiß ausgesetzt sind. Typische Anwendungen finden sich beispielsweise bei Mahlkörpern in Kugelmühlen, Brechwerkzeugen, Walzen und Verschleißplatten sowie in der Landtechnik bei Bodenbearbeitungsgeräten wie Pflügen und Eggen.
Vorteile und Grenzen von Bauteilen aus Hartguss
Der größte Vorteil des Hartgusses liegt in seiner extrem hohen Abrasionsbeständigkeit und Härte, die zu verlängerten Einsatzzeiten und geringeren Wartungskosten beiträgt. Jedoch sind Bauteile aus Hartguss in der Regel spröde, was ihre Schlag- und Stoßbeanspruchbarkeit einschränkt. Daher eignen sie sich zwar optimal für verschleißfeste Anwendungen, jedoch weniger für Konstruktionen, die starker dynamischer Belastungen oder Schlagbeanspruchungen ausgesetzt sind.
Haubenabsaugungen
Haubenabsaugungen wurden wie die Schmiedeessenabsaugungen über den Öfen installiert. Auf Grund des grossen Abstandes zu der Ofenbühne sind sehr hohe Luftleistungen erforderlich. Zur Erhöhung der Luftgeschwindigkeit am Ende der Haube wurden in dem Trichter Anströmdüsen eingebaut. Da diese Hauben beim Chargieren und Abgiessen zur Seite geschwenkt werden müssen, ist hier auch noch ein aufwendiges Schwenksystem erforderlich. Um den hohen Abstand während des Schmelzens zu verkleinern wurden auch noch Hubsysteme nachgerüstet. Man kann sagen, dass dieses System optimiert werden kann, aber die Kosten sind bei gleicher Wirkung wesentlich höher als bei anderen Ausführungen.