Lexikon

Abstich

Abstich ist die Entnahme des flüssigen Metalls aus einem Ofen. Speziell versteht man unter Abstich das Öffnen des Stichloches bei einem Hochofen oder Kupolofen, damit das Metall in die Rinne abfließen kann.

Abschrecken

Abschrecken ist der allgemeine Begriff für eine Temperaturabsenkung mit hoher Abkühlungsgeschwindigkeit. Formstoffe mit hoher Wärmeleitfähigkeit führen zum Abschreck-Effekt, dieser ist um so stärker, je dünnwandiger der Guss ist.

Abplatzungen

Abplatzungen sind Oberflächenfehler an Gussstücken, die durch Gas- oder Lufteinschlüsse unterhalb der Gusshaut hervorgerufen werden. Diese brechen meistens bei der Wärmebehandlung der Gussstücke auf. Auch an feuerfestem Mauerwerk und an Tiegel zustellungen treten durch unsachgemäßes Aufheizen, plötzliche Temperaturänderung oder chemische Einflüsse Abplatzungen auf.

Abkühlen

Abkühlen ist der Temperaturverlust des Tiegels im ausgeschalteten Zustand des Ofens und in der Regel bei leeren Tiegeln. Bei gefüllten Tiegeln spricht man vom Temperaturverlust. Saure Tiegel läßt man während der Betriebsunterbrechung abkühlen. Neutrale und basische Tiegel werden in der Regel auf Temperaturen oberhalb 800 °C gehalten.

Abklingen

Abklingen sagt man zu dem Verlust von Legierungselementen. Der Verlust an Mg-Gehalt beim Speichern und Gießen von GGG in größeren Behältnissen ist die häufigste Anwendung des Begriffs Abklingen.

Abbrand

Abbrand sind Metallverluste, die beim Schmelzen vorwiegend durch Oxidation oder Verdampfen anfallen. Die Oxide gehen in die Schlacke und werden mit dieser dann aus dem Schmelzbad entfernt. Der Metallabbrand wird damit als Gewichtsunterschied zwischen dem kalten Metalleinsatz und der fertigen, im Ofen bereitstehenden, Schmelze definiert. Bei kleinstückigem Einsatz, wie Späne und feine Stanzreste, ist der Abbrand höher als bei kompaktem Schrott. Bei gleichem Gewicht des Einsatzes ist hierbei die Oberfläche des Einsatzgutes (Späne) ein vielfaches wie bei kompaktem Schrott.

Abbrand bezeichnet in der Gießereiindustrie den Materialverlust, der während des Schmelz- und Gießvorgangs auftritt, insbesondere durch Oxidation und Verdampfung.

Was versteht man unter Abbrand in der Gießerei?

Abbrand beschreibt im Allgemeinen den Masseverlust, den Metalle im Gießprozess erfahren. Dieser Materialverlust entsteht hauptsächlich durch Oxidation, Verdampfung bestimmter Legierungselemente und durch chemische Reaktionen innerhalb der Schmelze. Verschiedene Metalle und Legierungen weisen unterschiedliche Abbrandverhalten auf. Beispielsweise verlieren Kupferlegierungen häufig das Legierungselement Zink und Aluminiumlegierungen das Legierungselement Magnesium durch Verdampfung und Oxidation, was zu Schwankungen in den Materialeigenschaften führt.

Ursachen und Faktoren beim Abbrand

Hauptfaktoren, die den Abbrand beeinflussen, sind die Temperatur der Schmelze, die Dauer des Schmelzprozesses und die Zusammensetzung der benutzen Materialien. Ebenso spielen Ofenatmosphäre und der verwendete Schmelztiegel eine Rolle. Ein falsches Ofenmanagement sowie schlecht kontrollierte Bedingungen erhöhen oft den Abbrand und somit die Betriebskosten. Daher ist es wichtig, den Schmelzprozess möglichst effizient und unter kontrollierten Bedingungen durchzuführen.

Maßnahmen zur Reduzierung von Abbrand

Zur Minimierung des Abbrands werden oftmals spezielle Schmelztechniken, Temperaturkontrolle und Schutzgas eingesetzt. Die Wahl einer geeigneten Ofenatmosphäre, beispielsweise Schutzgasatmosphären oder Abdeckung der Schmelze mit speziellem Flussmittel, hilft dabei, Materialverluste zu verringern. Zudem sorgt eine dauerhaft optimierte und überwachende Prozessführung dafür, den Abbrand nachhaltig zu senken und damit die Wirtschaftlichkeit und hochwertige Qualität der gegossenen Produkte sicherzustellen.

Akkumulator

Ein Akkumulator ist eine Vorrichtung zur Energiespeicherung, z. B. Elektrobatterie, Druckkessel bei Luft- und Druckspeicher bei Hydraulik.

Abbinden

Abbinden ist das Erhärten von Mörtel und Beton.