Ofentransformatoren werden, außer bei Mittelfrequenzanlagen, als Stufentransformatoren ausgelegt. In der Regel werden für Netzfrequenzanlagen 10 oder 12 stufige Sekundärwicklungen angewendet. Die Umschaltung erfolgt im lastlosen Zustand auf der Sekundärseite. Die obersten 5 oder 6 Stufen sind für Nennleistung ausgelegt, bei den unteren Stufen fällt die Leistung mit dem Quadrat der abnehmenden Spannung. Die unterste Stufe wird so gewählt, das der angeschlossene Ofen mit 60 % seines Fassungsvermögens noch warmgehalten werden kann, ohne das die Temperatur wesentlich ansteigt. Bei einem 12, 5 t-Ofen sollte die vom Ofen gezogene Leistung etwa 140 kW sein. Wenn die max. Spannung 2000 V für 2600 kW ist, muß die unterste Spannungsstufe 465 Volt haben.
Lexikon
Ofengröße
Ofengröße wird in der Regel mit der Angabe des Nutzinhalts der unterschiedlichen Öfen festgelegt. Ältere Angaben bezogen sich bei Tiegelöfen z. B. auf den Inhalt innerhalb der Ofenspule und das Nennfassungsvermögen z. B. 4/5,2 t oder 10/13 t. Bei Rinnenöfen kann die Angabe z. B. sein 45/60 t, oder bei Giesseinrichtungen 5/6,2 t.
Ofenführung
Ofenführung ist der Betrieb eines Ofens, insbesondere Schmelzofens, um bestimmte metallurgische Bedingungen zu erfüllen. Man sagt auch Prozessführung.
Ofendeckel
Ofendeckel dienen im Wesentlichen zur Vermeidung von Wärmeverlusten und als Sicherheitseinrichtung für das Bedienpersonal zur Abschirmung gegen die Wärmestrahlung und „Absturzgefahr“. Ofendeckel werden aus Stahlblech mit einer keramischen Auskleidung, in der Regel gegossen, ausgeführt. Ein imaginärer Ofendeckel wird beim Prozessorbetrieb eines Tiegelofens zum Abschluß des Schmelzprozesses aufgesetzt und alle gespeicherten Werte der Schmelze werden verarbeitet und über den Bildschirm und Drucker dem Bediener zur Kenntnis (für weitere Maßnahmen aufgearbeitet) gegeben.
Größere Öfen mit Deckeldurchmesser über ca. 1.200 mm haben noch einen kleinen von Hand schwenkbaren Deckel. Durch die Öffnung können Zuschläge in die Schmelze gebracht oder die Temperatur gemessen werden.
Ofenbodenaufbau
Ofenbodenaufbau ist entsprechend der Ofengröße und der Anwendung unterschiedlich gestaltet. Durch den Einbau von Wärmedämmsteinen kann man die Wärmeverluste verringern, aber die Festigkeit wird auch verringert. Gegossene Betonelemente haben höhere Festigkeiten und etwas höhere Wärmeleitfähigkeiten. Der Trend führte zu höheren Standzeiten mit hochwertigen Betonen. Aus Kostengründen hat man in den meisten Fällen die Steinuntermauerungen von Induktionsspulen durch Betonieren ersetzt. Bei Ofengrößen bis ca. 5 t kann die Tiegelausdrückvorrichtung zentriert angeordnet werden. Über 5 t Inhalt wird die Anordnung exzentrisch in Richtung Gießschnauze verlegt.
Ni-Hard-Gusseisen
Ni-Hard-Gusseisen, EN-GJN (nach EN 12513:2011, vormals DIN 1695: G-X330NiCr4-2, G-X260NiCr4-2, G-X300CrNiSi9-5-2) oder Verschleissfeste Gusseisen ist ein martensitisches, mit Nickel und Chrom legiertes, weißes Gusseisen für verschleißbeanspruchte Pumpengehäuse, Pumpenlaufräder, Mahlkugeln, Walzen usw.
Multi-Frequenz
Multi-Frequenz ist eine Bezeichnung der Firma Junker für die Frequenzumschaltung beim Schmelzen und Aufkohlen.

Modellplatten
Modellplatten nehmen die Modellhälften zum Abformen der Gießform auf. Die Modellplatten werden auf dem Formmaschinentisch befestigt.
Modell
Modell ist die Formeinrichtung zum direkten Abformen des Formhohlraumes einer Gießform zur Herstellung des maßgenauen Gussstückes.
Mikanit
Mikanit ist die Handelsbezeichnung für Platten- und Formstücke zur elektrischen Isolierung von Induktionsöfen und widerstandsbeheizter Heizeinrichtungen, z. B. Toaster im Haushalt. Kernisolation in Induktionsöfen.