Impfen

Impfen ist das Einbringen von Keimbildnern, meist auf Ferrosilizium-Basis, in eine Eisenschmelze. Es erhöht die Zahl der Kristallisationskeime und steuert damit die Graphitausbildung bei der Erstarrung. Die chemische Zusammensetzung der Schmelze ändert sich dabei nur geringfügig; das unterscheidet das Impfen vom Legieren. Die Impfmittel werden meistens in Pulverform während des Giessens in den Giessstrahl geleitet. Wenn auf Grund besonderer Erfordernisse eine sehr Grosse Menge an Impfstoff benötigt wird, ist der Einsatz von Drahtimpfeinrichtungen zu empfehlen. Das Impfen vor dem Einfüllen des Eisens in eine beheizte Giesseinrichtung kann zu verstärkter Ansatzbildung im Rinneninduktor oder im Induktorhals führen.

Quellen

  1. Herbert H. Netzel: Induktionsofenhandbuch. 3. Auflage, Eigenverlag IES, Witten 2003, S. 80.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert