Feuerfest

Feuerfest bezeichnet die Eigenschaft eines keramischen Werkstoffs, hohen Temperaturen standzuhalten, ohne zu erweichen. Nach DIN 51060 wird der Begriff über den Segerkegelfallpunkt festgelegt: den Erweichungspunkt eines genormten Prüfkörpers (Segerkegel) unter definierten Erhitzungsbedingungen.

Einteilung nach DIN 51060

DIN 51060 unterscheidet feuerfeste keramische Rohstoffe und Erzeugnisse nach dem gemessenen Segerkegelfallpunkt in drei Stufen:

Stufe Segerkegelfallpunkt
Feuerbeständig bis 1.500 °C[2]
Feuerfest 1.500 °C bis 1.800 °C[2][3]
Hochfeuerfest über 1.800 °C[2][3]

Ein Werkstoff gilt demnach als feuerfest, wenn sein Segerkegelfallpunkt mindestens 1.500 °C erreicht.[3]

Abgrenzung zur Zustellung

Feuerfest ist eine Werkstoffeigenschaft, keine Bauteilbezeichnung. Die Zustellung ist die physische Ausmauerung eines Schmelz- oder Warmhalteofens mit feuerfestem Material, die Ofenzustellung der Oberbegriff für die feuerfeste Auskleidung eines Ofens allgemein. Ein Werkstoff kann feuerfest sein, ohne in einer Zustellung verbaut zu sein, etwa als Ziegel oder Rohmasse im Lager.

Quellen

  1. DIN 51060:2000-06, Feuerfeste keramische Rohstoffe und feuerfeste Erzeugnisse – Definition der Begriffe feuerfest, hochfeuerfest.
  2. H+M Refractories GmbH: Feuerfeste Werkstoffe nach DIN 51060. Produktseite, abgerufen am 27.08.2026.
  3. Gießerei-Lexikon: Feuerfeste Erzeugnisse. Abgerufen am 27.08.2026.

2 Kommentare zu „Feuerfest“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert