Emission

Emission nennt man den Austritt von Strahlen, Gasen oder Stoffen, z. B. Staubemission aus einem Kupolofen.

Energie / Energieverbrauch

Energie oder Energieverbrauch ist die Bezeichnung für das Produkt aus Leistung mal Zeit und wird angegeben in kWh. Beim Schmelzen ist in der Regel der Begriff „Energieverbrauch“/Tonne Schmelzgut von Interesse. Hierbei muß man zwischen dem theoretischen und dem praktischen unterscheiden. Bei Hochleistungsschmelzöfen liegt der theoretische Verbrauch bei 510 bis 540 kWh/Tonne geschmolzenem Eisen. Der praktische stellt sich hierzu mit Werten von 585 bis 640 kWh/Tonne ein. Wenn ein Tiegelofen als „Schmelzmaschine“ mit optimaler Chargierung, Absaugung und Prozesssteuerung gefahren wird, sind Energieverbräuche von 560 kWh/Tonne und Abstichtemperaturen bei 1.550 °C möglich.

Entschwefelung

Entschwefelung partieller oder weitergehender Entzug des Schwefels aus Metall- schmelzen, z. B. mit Calciumcarbid, Kalk oder Soda bei Gußeisen. Eine gute Entschwefelung ist eine Voraussetzung bei der Herstellung von Gußeisen mit Kugelgraphit.

Entstauben

Entstauben ist die Reinigung der Abluft, der staubbeladenen Absaugfilter und der Heißgase im Industriebetrieb und den Gießereien.

Erdschluss

Erdschluss ist ein Isolationsfehler zwischen spannungsführenden Konstruktions- elementen und den auf Erdpotential liegenden Konstruktionselementen sowie dem über Bodenelektroden geerdeten Schmelzenbad.

Erdschlusssuche

Erdschlusssuche beschränkt sich in der Regel auf den Bereich des Ofens und dort im Wesentlichen auf den Bereich der Ofenspule. Als 1. sollte man die Funktion der Erdschlussanzeige mit einem 500 Ohm Widerstand, der in die Messstrecke eingebaut wird, prüfen. Zur Feststellung, ob der Erdschluss zwischen der Schmelze und der Spule ist, muss nach dem Abklemmen der Bodenelektroden ein wesentlich höherer Widerstandswert angezeigt wer- den. Falls weiterhin der Erdschluss mit gleichem Wert ansteht, muss dieser ausserhalb der Ofenspule anstehen. In einem dunklen Ofenraum kann ein Schluss ggf. sichtbar werden. Sollte der Schluss im Bereich der Zuleitungen oder der Energieversorgung liegen, so könnte dieses in dunklen Betriebsräumen sichtbar sein. Bei Netzfrequenzanlagen treten oft Erdschlüsse im Bereich der Anfahrwiderstände auf. Eine „Hammermethode“ ist die Prüfung mit überbrücktem Isolationswächter, geerdetem Sternpunkt des Trafos über eine 25 oder 35 Amperesicherung. Bei dieser Methode kann man über einen längeren Zeitraum auch eine eventuell hör- bare Diagnose treffen, z. B. in der Symmetrierdrossel oder zwischen einem Eisenpaket und der Spule.

Erosion

Erstarrung ist das Abtragen von Material an der Oberfläche von Bauteilen, an denen Flüssigkeiten, Dämpfe oder Gase vorbei strömen.

Erstarrung

Erstarrung ist der Übergang vom schmelzflüssigen in den festen Zustand. Hier tritt eine Erstarrungsschrumpfung ein, der dabei im Formraum entstehende Volumenverlust muss durch Nachspeisung mit noch flüssigem Metall ausgeglichen werden.

Gießen

Gießen ist die Formgebung eines Werkstoffes, der im flüssigen Zustand unter dem Einfluß der Schwerkraft, der Fliehkraft oder unter Druck in eine dem Fertigungserzeugnis entsprechende Form gefüllt wird und darin erstarrt. Im Allgemeinen versteht man unter Gießen das Einbringen des flüssigen Gießwerkstoffes in die Form.

 

Giesseinrichtungen

Giesseinrichtungen werden meistens beheizt und seltener unbeheizt ausgeführt. Das Giessen wird heute seltener über einen Stopfen direkt aus dem Gefäss durchgeführt. Es hat sich das Giessen über einen Syphonausguss mit Stopfen durchgesetzt. Giesseinrichtungen werden mit Inhalten von 0,8 t bis ca. 20 t geliefert. Als Beheizungsaggregat gibt es den herkömmlichen Rinneninduktor und bei besonderen Anwendungen auch einen Tiegelinduktor mit bis zu 300 kg Eigeninhalt. Das Gefäss oder Kessel haben einen Ein- und Ausgusssyphon die ggf. abflanschbar ausgeführt sind. Durch die Erhöhung des Gasdrucks oberhalb des Badspiegels wird der Badspiegel innerhalb des Gefässes abgesenkt und er steigt im Ausgusssyphon auf die vorgegebene Giesshöhe, die auch während des Giessprozesses eingehalten wird. Der Giessprozess wird über Lasertechnik oder Kameratechnik gesteuert bzw. geregelt. Das TeachinPrinzip speichert bis zu 99 vorgegebene und manuell eingefahrene Giesskurven, die dann Kasten für Kasten abgefahren werden können. Eine Totalentleerung des Gefässes erfolgt mit Hilfe von Hydraulikzylindern durch den Einguss. Giesseinrichtungen werden mit der Formanlage gekoppelt und so stets in die richtige Giessposition gefahren.