Putzen ist der Sammelbegriff für alle Arbeiten am rohen Gussstück, wie dieses nach dem Abkühlen aus der Gießform kommt.
Kategorie: Unkategorisiert
Pyrometer
Pyrometer werden zum Messen von hohen Temperaturen eingesetzt. Man unterscheidet Thermoelektrische und Strahlungspyrometer. Pyrometer werden zur Messung von 1000 °C bis max. 1600 °C (kurzzeitig 1800 °C) ein- gesetzt.
Quarz
Quarz ist ein feuerfestes Material, das auch mit Siliciumdioxid (SiO2) bezeichnet wird. Bei 870°C erfolgt eine Umwandlung, die bei Abkühlung zu Schwindungsrissen führt. Beim Aufheizen über ca. 1000 °C schließen sich diese wieder.
Rinnenofen
Rinnenofen ist die Bezeichnung für einen Induktionsofen, der mit ein bis vier Rinneninduktoren betrieben wird. Rinnenöfen werden in der Regel als Warm- halte- oder Speicheröfen eingesetzt.
Bei Buntmetall und Zink werden, wegen des guten Wirkungsgrades, auch Rinnenöfen zum Schmelzen eingesetzt. Beim Grauguss hat sich dieses Prinzip/Bauform nicht durchgesetzt. In Buntmetallgießereien hat sich der Doppelkammerrinnenofen durchgesetzt. Er besteht im Prinzip aus einem Rinneninduktor mit 2 Flanschen, an denen eine Einlaufkammer und eine Giesskammer angeflanscht werden. Diese Öfen haben nur eine geringe Leistung, die nicht zum Aufschmelzen von festem Einsatzgut geeignet ist. Für Aluminium gibt es leistungsstärkere Öfen, die auch feste Masseln aufschmelzen können.
Roboter
Roboter ist eine Bezeichnung für eine menschenähnliche mechanische Vorrichtung oder Maschine, die aus dem Tschechischen kommt. Die heutigen Industrieroboter sind hochmechanisiert und aus der Giesserei Industrie nicht mehr wegzudenken. Speziell in Druckgussgiessereien mit den niedrigeren Stückgewichten haben die Roboter schon direkt nach ihrer Entwicklung Einzug gehalten. Heute werden Roboter mit Manipuliergewichten von 500 kg erfolgreich eingesetzt.
Roebelstab o. Drillleiter
ist eine besondere Leiterausführung in der Generatorentechnik gewesen. Der BBC-Ingenieur Ludwig Roebel erhielt am 19. März 1912 das Patent über die miteinander verflochtenen bzw. verdrillten Kupfer- streifen. Das besondere an diesem Leiter ist, dass jeder Teilleiter in einem vorgegebenen Längenbereich jede Lage aller Einzelleiter einnimmt. Die Einzelleiter sind gegeneinander isoliert und verringern dadurch die nicht unerheblichen Wirbelströme, die zu Verlusten führen. In der Induktionsofentechnik hat man sich diese Kenntnis beim Bau von luft- gekühlten Induktoren bis ca. 500 kW je Induktorspule zu nutze gemacht. Für Induktionstiegelöfen ist dieser Leiter nicht einsetzbar. Auf Grund der für den Bau von Induktoren vorgegebenen Abmessungen der Rinne, des Eisenkernes, des Durchmessers der Spule, der Windungszahl, der Baulänge und der Luftkanäle für die Kühlung ist er Einsatz von luftgekühlten Induktoren eingeschränkt. Physikalisch und energietechnisch ist der Einsatz als sehr sinnvoll anzusehen, da die Verluste geringer sind als bei normal parallelgeführten Leitern und den wassergekühlten Kupferhohlleitern. Zum Vergleich die Kupferverlustzahlen der 3 gängisten Leiterarten bei 500 kW Nennleistung:
wassergekühlter Kupferhohlleiter ca. 90 kW
12 – facher flacher Teilleiter unverdrillt ca. 75 kW
12 – facher flacher Teilleiter verdrillt ca. 64 kW
Da aber der Aufwand für die relativ saubere Kühlluft auch nicht unerheblich ist, hat sich der wassergekühlte Induktor in der Praxis durchgesetzt. Luftgekühlte Induktoren werden bis ca. 150 kW gebaut und haben in der Regel 1-fache Flachleiter oder ab ca. 120 kW auch 2-fache unverdrillte Flachleiter.

Roheisen
Roheisen ist ein im Hochofen aus Eisenerzen hergestelltes und noch nicht weiter- behandeltes Eisen erster Schmelzung. Es wird als Einsatzstoff zur Herstellung von Gußeisen und zur Stahlerzeugung angewendet. Hämatitroheisen wird ausschließlich für Gießereizwecke eingesetzt. Die Standardsorte hat nachstehende Analyse:
2,50 bis 3,00 % Si, 0,70 bis 1,00 % Mn, max. 0,12 % P, max. 0,04 % S, 3,70 bis 4,1 % C. Das Gießerei-Rohreisen wird ebenfalls in Gießereien eingesetzt und hat den wesentlichen Unterschied zum Hämatit im Phosphorgehalt mit 0,50 bis 0,70 %, der 4 bis 6 mal so hoch ist. Spiegeleisen ist ein Spezialroheisen mit wesentlich höherem Mangangehalt von 6 bis 30 %. Die Normalanalyse ist: 4,00 bis 5,00 % C, 6,00 bis 30,00 % Mn, 0,10 bis 0,15 % P, bis 1,00 % Si, bis 0,04 % S.
Weitere Roheisensorten sind:
Niedriggekohltes und hochgekohltes Roheisen, Siegerländer Spezial- und Sonderroheisen, Spezialroheisen zur Herstellung von Gusseisen mit Kugelgraphit und Holzkohlenroheisen. Roheisen wird in der Regel als Masseln von ca. 20 kg Gewicht, seltener als 60 kg Masselreihe bestehend aus 3 brechfähigen 20 kg Masseln, eingesetzt.
Ruß
Ruß wird in Spezialöfen mittels unvollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffe hergestellt. Ruß ist ein Kohlenstoff von besonders kleiner Teilchengröße.
Sandaufbereitung
Sandaufbereitung ist der allgemeine Begriff für die Herstellung eines formgerechten Fertigsandes für die Sandformerei, Maskenformerei oder für die Kernmacherei. Man unterscheidet die Sandaufbereitung für Neu oder Altsande.
Saveway
Saveway ist ein System, das wie folgt arbeitet: Es basiert auf dem sich stark nicht- linear ändernden elektrischen Widerstand des Feuerfestmaterials. Mit Verringerung der Tiegelwandstärke dringt die Schmelze in Richtung der eingebauten Elektrodenplatten vor. Dadurch steigt die Temperatur des vorgelagerten Feuerfestmaterials und dessen elektrischer Widerstand sinkt. Für einen eingespeisten Meßstrom bedeutet dies, dass er von einer Elektrode zur Schmelze und von da zurück zur anderen Elektrode fließt. Ein gewisser Anteil des Messstroms fließt direkt von Elektrode zu Elektrode. Dieser Anteil geht mit abnehmender Wandstärke gegen Null, während der Meßstrom über die Schmelze stark ansteigt. Die beschriebene Zustandsänderung der feuerfesten Zustellung wird vom komplexen Meßsystem bewertet. Daraus wird der Verschleißzustand an jeder Elektrodenplatte berechnet und angezeigt.