Spulenreparatur im eingebauten Zustand ist nur bei wenigen Ofenherstellern möglich. Es muss sich um eine offene Käfigausführung handeln, bei der ggf. die Eisenpakete von außen gelöst und zur Seite versetzt werden können. Der Spulenmantel wird an der geschädigten Spulenstelle aufgeschnitten. Von innen kann die Spule durch das Entfernen des Spulenputzes oder Spulenglattstrichs freigestellt werden. Die beschädigte Zwischenlagenisolation wird entfernt, das defekte Spulenkupfer gesäubert und repariert. Nach der Wasserdruckprobe wird die Zwischenlagenisolation wieder eingebaut, das Spulenkupfer gestrichen und die Reparaturstelle etwa 15 Minuten mit Heißluft getrocknet[1]. Danach kann der Spulenputz erneut aufgetragen werden. Vor dem Zustellen des Tiegels sollte die Reparaturstelle je nach Dicke und Dichte des Spulenputzes 4 bis 12 Stunden trocknen[1]. Der Spulenmantel wird von außen wieder aufgeklebt und die Schnittstellen mit Glasfasermaterial abgedichtet. Die Eisenpakete werden zurückgesetzt und mit den Druckschrauben befestigt.
Quellen
- Herbert H. Netzel: Induktionsofenhandbuch. 3. Auflage, Eigenverlag IES, Witten 2003, S. 183–184.