Eine Hängebahn ist ein Fördersystem, dessen Lasten an einer oberhalb montierten Schiene hängen. Sie transportiert Werkstücke, Behälter oder Werkzeuge zwischen Arbeitsstationen. Der Boden bleibt frei für Personal, Maschinen und andere Transportwege.
Aufbau und Funktionsweise
Die Anlage besteht aus Schienen, Fahrwerken, Lastaufnahmen und einem Antrieb. Bei einfachen Handhängebahnen bewegt das Personal die Last. Kreisförderer verwenden eine durchlaufende Kette. Power-and-Free-Systeme können einzelne Fahrwerke stoppen, puffern und auf verschiedene Strecken verteilen.
In Gießereien verbindet eine Hängebahn häufig Formerei, Gussnachbehandlung, Strahlen und Lackieren. Die Planung muss Traglast, Taktzeit, Kurvenradien, Wärmebelastung und Arbeitssicherheit berücksichtigen. Geeignete Lastaufnahmen verhindern, dass heiße oder schwere Werkstücke verrutschen.
Systeme im Vergleich
- Handhängebahn: einfacher Aufbau für geringe Lastwechsel
- Kreisförderer: stetiger Materialfluss mit festem Takt
- Power-and-Free: flexible Puffer und getrennt steuerbare Fahrwerke
- Elektrohängebahn: einzeln angetriebene Fahrzeuge für variable Routen
Häufige Fragen zur Hängebahn
Warum nutzt man eine Hängebahn?
Sie nutzt den Raum über der Produktion und hält Verkehrsflächen am Boden frei.
Welche Lasten kann eine Hängebahn tragen?
Die Traglast hängt von Schiene, Fahrwerk und Aufhängung ab. Die Auslegung erfolgt für den konkreten Lastfall.
Kann eine Hängebahn Werkstücke puffern?
Ja. Power-and-Free- und Elektrohängebahnen können Fahrzeuge stoppen und bedarfsgerecht weiterleiten.